In einer gemeinsamen Stellungnahme beschweren sich déi Gréng und déi jonk Gréng über die Verlängerung der Videoüberwachung auf dem Gebiet der Stad Luxemburg.
Sie stellen die Wirksamkeit der Überwachung in Frage und schreiben, dass mit „alternativen Strategien, zu denen verbesserte Beleuchtung, bevölkerungsnahe Kommissariate sowie die solidarische und soziale Arbeit der Streetworker zählen“ der Kriminalität besser beizukommen wäre.
Sicherlich ist ihre Argumentation, dieses Mal, in der Substanz nicht unbedingt falsch. Und dennoch machen sich déi Gréng in dieser Sache lächerlich.
Denn 2005 haben sich eben déi Gréng, darunter der jetzige Schöffe der Stadt Luxemburg und Unterzeichner ihrer Stellungnahme, im Koalitionsvertrag mit der DP dafür einverstanden erklärt, auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg ebendiese Kameras zu installieren, falls die Regierung dies vorschlägt. Déi Gréng waren also bereits vor der ursprünglichen Installierung der Kameras, in vorauseilendem Gehorsam, mit den von „Kameras übersäte[n] Straßen“ einverstanden, die sie jetzt kritisieren. Scheinheiliger geht es wohl kaum.
Des weiteren scheinen déi Gréng auch vergessen zu haben, wer denn eigentlich zuständig für eine verbesserte Beleuchtung und die soziale Arbeit der Streetworker in der Hauptstadt ist. Niemand anders als die Stadt Luxemburg, und damit der Schöffenrat von DP-déi Gréng, trägt hier die Verantwortung.
Déi Gréng haben also weder zu einer Verringerung der Kriminalität durch diese „alternativen Strategien“ beigetragen, noch haben sie sich erfolgreich gegen die Videoüberwachung gewehrt.
Ehrliche Politik sieht anders aus.